Abschlusserklärung: (als PDF herunterladen)

Der Kongress "Arbeitszeitverkürzung - ein Weg aus der Krise?" mit ca. 200 Teilnehmenden verabschiedete am Schluss unter großem Beifall die beiliegende Erklärung. Zuvor hatten die Anwesenden an einem abwechslungsreichen Programm aus Podiumsdiskussionen und Workshops mitgewirkt. Basisaktive unterschiedlichster Herkunft und Motivation hatten diesen Kongress als einen Kongress von unten organisiert.

10. Mai 2014

Umverteilung der Arbeit durch Arbeitszeitverkürzung ist das Gebot der Stunde. Eine deutliche Arbeitszeitverkürzung in großen, schnellen Schritten, bei vollem Lohn- und Personalausgleich.

Die Kongressteilnehmer und -teilnehmerinnen sind zwar unterschiedlicher Meinung, ob das die Lösung der Krise ist. Einigkeit besteht jedoch darin, dass es ohne diese Umverteilung nicht zu einer Lösung der Krise kommen wird, sondern zu einer weiteren Vertiefung der sozialen Spaltung. Zusätzlich würde sich die Ungleichheit unter den abhängig Beschäftigten verschärfen: Hier die einen, die so viel arbeiten, dass sie davon krank werden, dort die anderen, die entweder keine Arbeit bekommen oder sich von einer prekären Beschäftigung zur nächsten hangeln müssen. Eine radikale Arbeitszeitverkürzung hingegen würde Ressourcen freisetzen, damit Menschen sich um die Belange dieser Gesellschaft kümmern können und daran arbeiten, die ökologische, wirtschaftliche und politische Bedrohung abzuwenden, welche diese Krise darstellt.

Der Kongress appelliert daher an alle Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, Mitglieder von Sozialverbänden, politischen Organisationen und Parteien, an Interessenvertretungen und sozial engagierte Menschen:

Tragt die Diskussion um die Umverteilung der Arbeitszeit in alle Winkel unserer Gesellschaft, mit dem Ziel, daraus eine breite, solidarische Bewegung entstehen zu lassen.



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